Partei

Die FREIEN WÄHLER Bundesvereinigung sind eine deutsche Partei.
Sie entstand aus dem Bundesverband FREIE WÄHLER Deutschland heraus, in dem kommunale Wählergemeinschaften zusammengeschlossen sind, und ist mit diesem eng personell verzahnt.

Die FREIEN WÄHLER sind gegenwärtig im Bayrischen Landtag sowie im Europäischen Parlament vertreten. Im Letzteren gehört die gewählte Abgeordnete Ulrike Müller der EDP als Einzelmitglied sowie der ALDE-Fraktion an.

Die FREIE WÄHLER Landesvereinigung Sachsen

Am 14. November 1992 fand die Gründungsversammlung des Landesverbandes Sachsen der Freien Wähler e. V. in der Stadthalle Meerane statt. Gründungsmitglieder waren u. a. die Freien Wählervereinigungen von Bad Elster, Bad Muskau, Dresden, Krauschwitz, Lauter, Meerane und Pegau. Erster Vorsitzender wurde Klaus-Dieter Scholz aus Dresden. Den Vorsitz übernahmen 1997 Peter Ohl und 2004 Bernd Gerber.

Bei den Kreistagswahlen 2008 erreichten FREIE WÄHLER landesweit 12,1 % der Stimmen.
Bei den Kommunalwahlen 2009 wurden landesweit gesehen unabhängige Wählergruppen hinter der CDU (32,7 %) mit 24,6 % zweitstärkste Kraft. Sie holten aber mit 3104 von insgesamt 8056 zu vergebenden Mandaten 142 mehr als die CDU. Nicht alle dieser Wählergruppen sind jedoch Mitglied der Freien Wähler.

Da es nach dem Landtagswahlgesetz in Sachsen nicht möglich ist, als Wählervereinigung zur Landtagswahl anzutreten, wurde am 18. Juni 2011 die Landesvereinigung FREIE WÄHLER Sachsen gegründet.

Kommunale Eigenständigkeit

FREIE WÄHLER wollen u.a. die kommunale Selbstverwaltung stärken. Als Grund für den Antritt zu Wahlen auf Landes- und Bundesebene wird unter anderem ausgeführt, dass die Landes- bzw. Bundespolitik die Eigenständigkeit der Kommunen "aushöhlt".
FREIE WÄHLER treten dagegen für eine eigene Finanzhoheit der Kommunen ein.

Wirtschafts- und Finanzpolitik

Die Partei FREIE WÄHLER befürchtet eine Entwicklung der Europäischen Union zur "Schuldenunion" bzw. "Inflationsunion". Die bisherige Euro-Politik sei gescheitert. Zugleich fordern FREIE WÄHLER eine Vertiefung der EU nur bei einer grundlegenden Demokratisierung im Sinne von Bürgerinteressen – "kein Europa der Bürokraten, sondern ein Europa der Bürger".

FREIE WÄHLER fordern außerdem die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Eine nachhaltige Haushaltspolitik wird angestrebt. Die Bankenaufsicht soll verschärft werden. Erneuerbare und umweltfreundliche Technologien sollen gefördert werden. Der ländliche Raum soll durch Infrastrukturmaßnahmen gestärkt werden.

Direkte Demokratie, Parteienstaat

FREIE WÄHLER setzen sich für Bürgerbeteiligung und für Volksentscheide auf Bundesebene ein. Bundespräsident und Ministerpräsidenten sollen direkt gewählt werden. Die derzeitige Parteiendemokratie sehen FREIE WÄHLER kritisch. Der Einfluss der Parteien sollte nach Ansicht der Partei begrenzt werden. Ebenso soll der Einfluss von Lobbygruppen eingedämmt werden. Starre Listen bei Wahlen lehnen FREIE WÄHLER ab.

Bildung

FREIE WÄHLER fordern, die Rahmenkompetenz für das Bildungssystem auf die Bundesebene zu übertragen.

Innenpolitik

Sie fordern außerdem ein konsequentes Vorgehen gegen organisierte Kriminalität und eine "Ausschöpfung des Strafrahmens". Polizei und Justiz sollen personell gestärkt und modernisiert werden.

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