15.06.2016 – FREIE WÄHLER Sachsen warnen vor strahlendem Billig-Damm in Schmiedeberg

Große: „Gesundheit der Mitbürger muss der Regierung mehr wert sein“

Die FREIEN WÄHLER Sachsen warnen beim Bau des Rückhaltebeckens Schmiedeberg-Pöbeltal vor einer Billigversion des künftigen Damms. Nach unseren Informationen sollen zum Verfüllen aus Spargründen  umliegende Felssteine verwendet werden. Das Gestein – bereits zu DDR-Zeiten im Rahmen des Uranbergbaus mit Probebohrungen im Blick – wird derzeit freigelegt.

Ronny Liebscher, FW-Vorsitzender im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, kennt Messzahlen von 38  bis 40 milliSievert (mSv) und fordert die Staatsregierung auf, Messprotokolle und die künftige Bauplanung öffentlich zu machen.

Jeder Deutsche erhält eine mittlere effektive Dosis aus der Natur von 2,4 mSv pro Jahr. Zur Begrenzung der Strahlenexposition der Bevölkerung legt die Strahlenschutzverordnung zusätzlich eine medizinische Dosis von 1 mSv pro Jahr fest (entspricht 3 x Röntgenuntersuchungen pro Jahr).

Landesvorsitzender Steffen Große warnt: „Ein strahlender Damm und die Bohrlöcher belasten das Wasser im Rückhaltebecken, das Grundwasser und umliegende Gewässer. Wenn das Risiko für die Gesundheit der Bürger vor Ort und bundesweit zu groß ist, muss Sachsen mehr Geld in den Damm investieren und auf die Billigversion unter Verwendung des Vor-Ort-Felsgesteins verzichten.“

Experten weisen darauf hin, dass die Bohrlöcher 10 bis 15 Jahre lang nachgasen. Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt sind nicht auszuschließen.

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